Synonyme / Übersetzung(en):
Dezentrale Identifikatoren (DIDs, decentralized identifiers) ermöglichen einen sicheren und kryptografisch verifizierbaren Informationsaustausch zwischen Personen, Dingen und Unternehmen.
Anders als bei herkömmlichen Identifizierungsmethoden wie einer Zertifizierungsstelle wird die DID nicht von einem zentralen System kontrolliert, sondern vom Ersteller selbst. Für die Verwaltung von selbst souveränen Identitäten (SSI) werden dezentrale Identifikatoren verwendet.[1]
DIDs sind einheitliche Ressourcenbezeichner (URIs), die ein DID-Subjekt mit einem DID-Dokument verknüpfen und vertrauenswürdige Interaktionen mit diesem Subjekt ermöglichen.[1:1]
Ein DID-Subjekt kann beispielsweise eine Person, Gruppe, Organisation oder ein Objekt sein.
Im DID-Dokument werden zusätzliche Informationen wie öffentliche Schlüssel abgelegt, die über die DID aufgelöst werden können.
Die verwendeten Mechanismen für die Auflösung hängen von der entsprechenden DID-Methode ab. Die Kernspezifikation für DIDs wurde vom W3C festgelegt. Es gibt zahlreiche Spezifikationen für verschiedene DID-Methoden in der Entwicklung, wie z.B. did:indy, did:ion und did:key. Die Kontrolle über die DID liegt beim DID-Controller, dem Inhaber des entsprechenden privaten Schlüssels der DID, der in der Regel auch der Ersteller ist.
Referenzen:
M. Sporny, D. Longley, M. Sabadello, D. Reed, O. Steele, und C. Allen, „Decentralized Identifiers (DIDs) v1.0“. Zugegriffen: 19. August 2022. [Online]. Verfügbar unter: https://www.w3.org/TR/did-core/ ↩︎ ↩︎